Madagaskar

Der unbekannte Nordwesten
03. - 16. September 2016

Madagaskar, die viertgrösste Insel unseres Planeten ist wie ein Kontinent für sich, weder afrikanisch noch asiatisch. Durch die tektonische Abspaltung von Afrika vor etwa 150 Millionen Jahren hat sich auf Madagaskar eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt entwickelt. Dabei ist die Vielfalt unglaublich eindrucksvoll, denn 90 Prozent der Wirbeltiere und Pflanzenarten sind in Madagaskar endemisch, also nur hier vorkommend. Auf der Insel blühen alleine über 1500 Orchideenarten und etwa 10’000 Blütenpflanzen, vorkommend in den tropischen Regenwäldern der Ostküste, in den Monsunwäldern des Westens sowie in den Trockenwäldern und Halbwüsten des Südens. Ein ganz besonderes Geschenk der Evolution sind die rund dreissig Lemurenarten (Halbaffen) vom fingergrossen Mausmaki bis zum stattlichen Indri.

Wir besuchen den Ankarafantsika-Nationalpark im Nordwesten des Landes, der von einer sehr kontrastreichen Landschaft gekennzeichnet wird. Man kann von dichten und trockenen Laubwäldern, über Dschungel, weite Savannen, zahlreiche Seen bis hin zur Mondlandschaft alles in diesem Park antreffen. Diese verschiedenartigen Lebensräume bieten für zahlreiche vom Aussterben bedrohte und endemische Tiere einen Schlupfwinkel. Die Seen von Tsimaloto, Ampijoroa, Antsimalo und von Ankomakoma bieten für einige Fischarten, Krokodile und Wasservögel einen letzten Zufluchtsort. 129 nistende Vogelarten, von denen 75 endemisch sind, sowie endemische Reptilien (Chamäleons, Leguane, Schlangen und Süsswasserschildkröten) und acht verschiedene Lemurenarten können hier beobachtet werden.

Weiter nördlich sind wir im Reservat von Ankarana unterwegs. Das Gebiet ist durchzogen von zahlreichen Grotten, unterirdischen Flüssen, Canyons, trockenen und grünen Wäldern. Hier sind ebenfalls die sogenannten «Tsingy», Gesteinsphänomen aus Kalksteinkarst, eindrücklich sichtbar. Das madagassische Wort «Tsingy» bedeutet so viel wie «auf den Zehenspitzen gehen» und dies beschreibt sehr genau diese verwitterten Steinfelder mit ihren messerspitzen Felsenformen, die nach oben hin bleistiftdünn werden und bis zu 20 Meter hoch sein können.

Der Nationalpark Montagne d’Ambre (Bernsteinwald) ganz an der Nordspitze der Insel integriert den Foret d’Ambre mit 3360 ha Fläche und beherbergt neben einigen seltenen Orchideen, Baum- und Farnarten (insbesondere Nestfarn) auch viele Lemurenarten, Tenreks, Reptilien und Vögel. Mehrere Seen gehören zum Schutzgebiet, das in einer ausgedehnten vulkanischen Landschaft liegt.

Mit diesem Programm sprechen wir sicher jene Gäste an, die Madagaskar schon bereist haben und gerne weitere eindrucksvolle Landschaften dieser vielgestaltigen Insel erleben möchten – und für Gäste, die Madagaskar zum ersten Mal bereisen, ist diese Programmvariante ein besonderer Einstieg.

skepping GmbH, Bern

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